Tipps & Tricks zum Umgang mit dem E-Bike Akku

29. November 2016 | Von | Kategorie: Wissenswertes

Wer heute in ein modernes E-Bike investiert, muss sich mit vielen technischen Details und Fragen beschäftigen. Welche Art von Motor ist für mich der richtige? Wie weit komme ich mit einer Akkuladung? Nehme ich lieber eine Nabenschaltung oder eine Kettenschaltung? Welches Bremssystem ist für meine Anforderungen das richtige? Sicher gibt es noch eine Vielzahl weiterer Aspekte, welche beim Kauf eines E-Bikes zu beachten sind. Aber ein ganz besonderes Augenmerk sollte aus unserer Sicht auf dem Akku liegen. In der Regel ist dieses Bauteil nicht nur das teuerste am E-Bike, sondern neben dem Motor auch das eigentliche Herzstück des Rades. Daher haben wir einige wichtige Informationen, Tipps & Tricks zum E-Bike-Akku zusammengestellt, damit der Spaß am neuen Rad möglichst lange anhält.

Die moderne Lithium-Ionen-Technologie der heute verkauften Akkus hat sich im Alltag bewährt und sich zu einer effizienten und ausdauernden Energiequelle entwickelt. Dennoch kann man die Reichweite und auch die Haltbarkeit selbst maßgeblich beeinflussen.

Wie kann ich die optimale Reichweite aus meinem Akku herausholen?

  • Reifendruck

Der richtige Reifendruck ist wie beim Auto auch ein wesentlicher Faktor, was den Energieverbrauch angeht. Daher empfehlen wir, dass Sie zur Maximierung der Reichweite mit dem maximal zulässigen Reifendruck fahren sollten. Den entsprechenden Wert findet am auf der Flanke des Reifens. Zusätzlich ist es sinnvoll, den Reifendruck mindestens einmal pro Woche zu prüfen.

  • Schaltung

Wer mit Motor radelt, wird oft sehr schaltfaul. Würden Sie ohne Motorunterstützung an der Ampel mit dem schwersten Gang anfahren? Sicher nicht, aber beim E-Bike ist dieses Phänomen häufig zu beobachten. Wer jedoch Wert auf einen effizienten Energieeinsatz mit maximaler Reichweite Wert legt, sollte zum Anfahren oder zur Bewältigung von Steigungen am besten einem kleinen bzw. leichten Gang nutzen. Schwere Gänge sollten entsprechend dem Gelände und der Geschwindigkeit sinnvoll genutzt werden.

  • Bremsen & Beschleunigen

Je konstanter man unterwegs ist, umso weiter kommt man. Auch dieses Phänomen kennt man bereits aus dem Auto. Wer also möglichst effizient vorwärts kommen möchte, sollte mit möglichst konstanter Geschwindigkeit fahren und häufiges Anfahren und Bremsen vermeiden.

  • Trittfrequenz

Je schneller Sie treten, umso optimaler ist der Wirkungsgrad der Antriebseinheit. Optimal ist eine Trittfrequenz über 60 Umdrehungen pro Minuten. Sehr langsames Treten kostet hingegen viel Energie und belastet zusätzlich den Bewegungsapparat.

  • Gewicht

Je weniger man mitschleppt, umso weiter kommt man. Daher überlegt man vor Fahrantritt am besten, was man an unnötigem Gepäck zu Hause lassen könnte.

  • Temperatur

Mit sinkenden Temperaturen nimmt auch die Leistungsfähigkeit des Akkus ab. Im Winter ist daher mit einer Reduzierung der üblichen Reichweite zu rechnen.

Wie lade ich meinen Akku am besten?

Die modernen Akkus besitzen keinen Memory-Effekt und können daher unabhängig vom jeweiligen Ladezustand beliebig kurz geladen werden. Unterbrechungen des Ladevorgangs schaden den Akkus nicht. Auch ist eine vollständige Entladung vor dem Ladevorgang nicht nötig.

Sollten Sie den Akku über einen längeren Zeitraum lagern, dann empfiehlt sich eine Lagerung in einem Ladezustand zwischen 30 und 60%.

Wie kann ich die Alterung des Akkus aufhalten?

Den Alterungsprozess kann man grundsätzlich nicht aufhalten. Man nur einiges dafür tun, dass dieser langsamer verläuft. Ein moderner Akku verliert im Monat ca. 0,5 % seiner Kapazität und zwar ob er im Einsatz ist oder nicht.

  • Was wirkt sich positiv auf die Lebensdauer aus?
    • Geringe Beanspruchung
    • Lagerung zwischen 0 und 20 Grad
    • Lagerung in einem Ladezustand zwischen 30 – 60%
  • Was wirkt sich negativ auf die Lebensdauer aus?
    • Starke Beanspruchung
    • Lagerung über 30 Grad
    • Längere Lagerung in einem ganz vollen oder völlig leerem Ladezustand
    • Pralle Sonne

Daher sollte man beim Kauf eines Rades sich immer vergewissern, wie alt der Akku ist bzw. welche Kapazität dieser noch besitzt. Auch ist es sinnvoll einen Akku mit größerer Kapazität zu erwerben, da dieser im Betrieb weniger beansprucht wird und der Kapazitätsverlust nicht gleich massive Einschränkungen im Alltag mit sich bringt.

Wie reinige ich einen verschmutzen Akku?

Ein Akku sollte niemals mit einem direkten Wasserstrahl gereinigt werden. Entfernen Sie den Akku zur Reinigung am besten aus dem Rad und reinigen Sie diesen mit einem feuchten Tuch.

Was mache ich mit dem E-Bike Akkus beim Transport mit dem PKW?

Transportiert man das E-Bike im Fahrzeug, dann kann man den Akku am Fahrzeug lassen. Transportiert man das Rad jedoch auf dem Dachträger oder auf dem Heckträger, dann sollte man den Akku vom Rad abbauen und im Fahrzeug transportieren. Insbesondere bei Regen sollte ein Transport vom Akku nur im Fahrzeug erfolgen. Die Bauteile sind von Seiten der Hersteller spritzwassergeschützt. Dieser Schutz reicht jedoch beim Transport auf dem Heckträger nicht aus, da dort auch schnell Druckwasser entsteht. Gleiches gilt auch für den Transport auf dem Dach.

Was mache ich mit meinem Akku im Winter?

Wenn Sie ihr E-Bike auch im Winter nutzen, dann empfiehlt es sich, den bei Raumtemperatur geladenen und gelagerten Akku erst kurz vor Fahrantritt ins Rad einzusetzen. Ggf. kann man auch zusätzlich eine spezielle Thermoschutzhülle zum Schutz des Akkus verwenden.

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